Sicherheitsdienst für die Kinder- und Jugendhilfe

Mitarbeiter der REP GmbH baut gemeinsam mit einem Kind in einer Jugendhilfeeinrichtung mit Holzklötzen
Beziehungsarbeit statt Bewachung: Wer im Gruppenalltag präsent ist, wird zuerst als Mensch wahrgenommen.

Sicherheit in der Kinder- und Jugendhilfe verlangt weit mehr als Präsenz. Sie verlangt Einfühlungsvermögen, Geduld und die richtige Haltung. Genau hier liegt eine besondere Stärke der REP GmbH: Wir schützen Jugendliche und pädagogisches Personal mit speziell geschulten Sicherheitskräften, die den sensiblen Rahmen verstehen.

Als Partner von Jugendämtern, Jugendhilfeträgern und Einrichtungen schaffen wir ein Umfeld, in dem sich junge Menschen sicher fühlen und Fachkräfte sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. Unsere Mitarbeitenden agieren zurückhaltend und vertrauensbildend – nicht als Fremdkörper, sondern als verlässlicher Teil des Schutzkonzepts.

Warum Sicherheit in der Jugendhilfe eigenen Regeln folgt

Klassischen Sicherheitsdiensten fehlt im pädagogischen Umfeld oft die notwendige Sensibilität. Unser Team verbindet sicherheitsrelevante Fachqualifikationen mit einem Verständnis für die besonderen Herausforderungen im Umgang mit belasteten oder herausfordernden Jugendlichen. Unsere Mitarbeitenden schätzen Situationen differenziert ein und handeln respektvoll, professionell und orientiert am Schutz aller Beteiligten.

Steigende Gewaltbereitschaft, psychische Belastungen und komplexe Lebensumstände stellen Einrichtungen vor wachsende Anforderungen. Selbst gut ausgebildete Fachkräfte geraten in Situationen, die emotional wie organisatorisch an Grenzen gehen – besonders dann, wenn strukturelle Rahmenbedingungen den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen nicht voll entsprechen.

Die Folgen sind bekannt: hohe Arbeitsbelastung, Unsicherheit im Umgang mit herausfordernden Jugendlichen, eine erschwerte Balance zwischen individueller Betreuung und Gruppendynamik, steigende Krankheitsquoten, hohe Fluktuation und ein zunehmend belastetes Teamklima. Das beeinträchtigt nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Entwicklungschancen der jungen Menschen.

Unsere Einsatzbereiche in der Kinder- und Jugendhilfe

  • Stationäre Wohngruppen: präventive Präsenz und Unterstützung im Gruppenalltag
  • Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (ISE) und Individualmaßnahmen: kontinuierliche Begleitung im Rahmen von Maßnahmen nach § 35 SGB VIII
  • Begleitung bei Inobhutnahmen nach § 42 SGB VIII: ruhige, rechtssichere Unterstützung in einer hochsensiblen Situation
  • Betreute Transporte und Überführungen: Begleitung zwischen Einrichtungen, Kliniken und Terminen
  • Kinder- und Jugendpsychiatrien: Sicherung und Begleitung im klinischen Umfeld
  • Forensische Jugendhilfe und Jugendforensik: Einsätze in besonders gesicherten Kontexten
  • Intensivpädagogische Maßnahmen: Unterstützung bei engmaschiger Betreuung
  • Schulbegleitung und Schulbetreuung: Präsenz im schulischen Alltag
  • Verfahren zur Kindeswohlgefährdung: Begleitung bei Terminen und Übergaben
  • Ausflüge, Freizeit- und Außenaktivitäten: Absicherung außerhalb der Einrichtung

Unser Grundprinzip: Zurückhaltung, wo möglich – Intervention, wo nötig

Mitarbeiter der REP GmbH im Gemeinschaftsraum einer Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe
Zurückhaltend im Hintergrund – ansprechbar, wenn es nötig wird.

Unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, Sicherheit zu gewährleisten, sondern vor allem darin, die pädagogischen Teams zu unterstützen. Wir berücksichtigen die komplexen Beziehungsstrukturen innerhalb der jeweiligen Einrichtung und arbeiten bewusst im Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz.

Durch geschulte Wahrnehmung, kommunikative Kompetenz und reflektiertes Handeln tragen unsere Mitarbeitenden zur Stabilisierung des Alltags bei – ohne dabei Bindungsarbeit zu stören oder zu ersetzen. Wir erkennen Eskalationen frühzeitig und entschärfen Konflikte, bevor sie entstehen.

Vier Einsatzformen – abgestimmt auf Ihr pädagogisches Konzept

Wie nah oder distanzwahrend unsere Mitarbeitenden arbeiten, legen wir gemeinsam mit Ihnen fest. Wir verstehen uns als Ergänzung, nicht als Kontrast zum pädagogischen Konzept.

  1. Verantwortungsvolle Präsenz im Hintergrund – ruhige Anwesenheit, die Sicherheit vermittelt, ohne den Alltag zu dominieren
  2. Klar definierte, gezielte Interventionen – Eingreifen nur in vorab abgestimmten Situationen
  3. Kontinuierliche 1:1-Begleitung im Alltag – dauerhafte Zuordnung zu einer jungen Person
  4. Kurzfristige Kriseneinsätze – schnelle Unterstützung bei akuter Zuspitzung

Qualifikation unserer Mitarbeitenden

Mitarbeiter der REP GmbH begleitet einen Jugendlichen auf dem Weg zurück zur Wohngruppe
Begleitung auf dem Weg – zurückhaltend, aber verlässlich.

Alle Mitarbeitenden, die wir in der Kinder- und Jugendhilfe einsetzen, verfügen über:

  • Sachkundeprüfung nach § 34a GewO (IHK)
  • behördliche Zuverlässigkeitsüberprüfung
  • ein eintragungsfreies erweitertes Führungszeugnis
  • Ausbildung zum betrieblichen Ersthelfer
  • Ausbildung zum Brandschutzhelfer
  • Schulung in interkultureller Handlungskompetenz
  • Training in Deeskalations- und Konfliktmanagement
  • Eingreif- und Sicherungstechniken unter Berücksichtigung pädagogischer Leitlinien

Das erweiterte Führungszeugnis beantragen unsere Mitarbeitenden bereits vor Beginn des Arbeitsverhältnisses – ohne diesen Nachweis ist die Zuverlässigkeit nicht eindeutig belegt und ein Einsatz nicht möglich. Es wird jährlich erneut beantragt, damit die Zuverlässigkeit durchgehend aktuell bleibt. Für Träger und Jugendämter sind diese Nachweise regelmäßig Ausschlusskriterien; wir legen sie unaufgefordert und vor Einsatzbeginn vor.

Arbeitshilfe der Landesjugendämter LVR und LWL

Die Landesjugendämter Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) haben im April 2026 eine gemeinsame Arbeitshilfe zum Einsatz von Sicherheitsdiensten in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe veröffentlicht. Sie stellt unter anderem Anforderungen an eine klare Auftrags- und Rollenklärung, an die Qualifikation des eingesetzten Personals sowie an die Dokumentation von Vorfällen und deren Weitergabe an das fallzuständige Jugendamt und die Personensorgeberechtigten.

Wir richten unsere Zusammenarbeit an diesen Anforderungen aus: Rollen und Grenzen werden vor Einsatzbeginn schriftlich festgehalten, jede Beteiligung an einer Konfliktsituation wird dokumentiert und der Einrichtung prüffähig übergeben. Gerne besprechen wir mit Ihnen, wie sich die Arbeitshilfe in Ihrem konkreten Fall umsetzen lässt.

So läuft die Zusammenarbeit ab

Fachkraft der REP GmbH im Übergabegespräch mit einer pädagogischen Mitarbeiterin der Einrichtung
Enge Abstimmung mit den Fachkräften der Einrichtung.
  1. Erstgespräch und Bedarfsklärung – Situation, Ziele und Rahmenbedingungen
  2. Kennenlernen der Einrichtung – Räumlichkeiten, Team, Tagesstruktur
  3. Schriftliche Auftrags- und Rollenklärung – wer handelt wann und wie
  4. Einsatzbeginn mit festen Ansprechpartnern – möglichst konstantes Personal
  5. Dokumentation und regelmäßige Reflexion – gemeinsame Auswertung und Anpassung

Für wen wir arbeiten

Für Jugendämter, freie und öffentliche Träger der Jugendhilfe, Wohngruppen und stationäre Einrichtungen, Schulen und sozialpädagogische Projekte.

Regional sind wir überwiegend im Rhein-Erft-Kreis, im Kreis Euskirchen und im Kreis Düren im Einsatz – ebenso in den Großräumen Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf. Überregionale Einsätze und Begleitungen übernehmen wir nach Absprache.

Häufige Fragen

Ersetzt der Sicherheitsdienst pädagogisches Personal?

Nein. Wir entlasten und unterstützen Ihr Team, übernehmen aber keine pädagogischen Aufgaben. Die fachliche Verantwortung bleibt vollständig bei Ihnen.

Wie kurzfristig können Sie Personal stellen?

Durch unsere regionale Aufstellung häufig noch am selben Tag. Für geplante Maßnahmen stimmen wir den Einsatz gemeinsam vorab ab.

Legen Sie erweiterte Führungszeugnisse vor?

Ja, unaufgefordert und vor Einsatzbeginn – ebenso die Nachweise zur Sachkunde nach § 34a GewO und zur behördlichen Zuverlässigkeitsüberprüfung.

Arbeiten Sie auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen?

Ja. Gerade in Wohngruppen und bei Kriseneinsätzen liegen die Anforderungen häufig außerhalb der Regelarbeitszeiten.

Wie dokumentieren Sie Vorfälle?

Jede Beteiligung an einer Konfliktsituation wird schriftlich festgehalten und der Einrichtung prüffähig übergeben, sodass sie an das fallzuständige Jugendamt weitergegeben werden kann.

Begleiten Sie auch Transporte und Überführungen?

Ja, einschließlich überregionaler Fahrten und Übergaben zwischen Einrichtungen oder Kliniken.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Sie möchten ein Angebot oder ein unverbindliches Erstgespräch zur Situation in Ihrer Einrichtung? Rufen Sie uns an unter 02235/4778805 oder schreiben Sie an info@rep-gmbh.de.

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Was kostet der Einsatz in einer Jugendhilfeeinrichtung? Qualifikation und Betreuungsschlüssel bestimmen den Preis. Wie wir kalkulieren, erklären wir unter Preisgestaltung.